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CK-CARE Team Meeting 2026 in Davos

Am 8. und 9. Juni 2026 fand in Davos das 22. CK-CARE Team Meeting statt. Die Veranstaltung stand unter dem Leitthema «Translation Cycle» und widmete sich insbesondere der Evaluation von CK-CARE durch ein unabhängiges Expertengremium mit den drei renommierten Evaluatoren Prof. Dr. Johannes Huss-Marp, Prof. Dr. Georg Stingl und Prof. Dr. Thomas Werfel.

Nach der Begrüssung der rund 50 Teilnehmenden aus dem CK-CARE Konsortium sowie der Verwaltungsräte Dr. Jörg Dräger und Dr. Georg Schäppi durch Prof. Dr. Thomas Bieber spannte die Präsentation von Prof. Dr. Kilian Eyerich «CK-CARE: From the Onset into the Future» den Bogen von der Gründung im Jahr 2009 bis zu den zukünftigen Perspektiven von CK-CARE.

Die Mitarbeitenden aus Forschung, Edukation, Biobank und Data Science präsentierten ihre aktuellen Arbeiten in Form von Posterbeiträgen. In den anschliessenden Fragerunden nutzten die Evaluatoren die Gelegenheit zum vertieften Austausch mit den Projektverantwortlichen. Der erste Tag klang bei einem sehr feinen, gemeinsamen Abendessen mit angeregten Diskussionen aus.

Der zweite Tag begann mit einem eindrücklichen Beitrag einer Patientin mit schwerer atopischer Dermatitis. Ihr persönlicher Erfahrungsbericht vermittelte den Forschenden die Perspektive der Betroffenen und verdeutlichte den hohen Leidensdruck dieser Erkrankung. Anschliessend zeigte das Edukationsteam anhand interaktiver Elemente auf, wie Bildungsaktivitäten nachhaltige Verhaltensänderungen («Behavior Change») unterstützen können. Einen weiteren Höhepunkt bildete der Vortrag von Dr. Sabine Goldhahn zur Wissenschaftskommunikation. Sie beleuchtete die Chancen, aber auch die Herausforderungen einer wirksamen Kommunikation wissenschaftlicher Erkenntnisse für Forschung und Gesellschaft.

Die jährlichen CK-CARE Team Meetings bleiben ein wichtiger Bestandteil des wissenschaftlichen Austauschs und stärken zugleich die professionelle und kollegiale Zusammenarbeit innerhalb des Netzwerks.

Pädiatrische Allergologie-Weiterbildungskurs

Pädiatrische Allergologie – Weiterbildungskurs am Medizincampus Davos: 25./26. September 2026

Weiterbildung in pädiatrischer Allergologie ist gerade für angehende Fachärztinnen und Fachärzte der Kinder und Jugendmedizin wichtig. Der Kontakt mit allergologischen Fragestellungen ist in der Klinik oft begrenzt. In der Kinderarztpraxis gehören Allergien jedoch zu den häufigsten Erkrankungen. Mit unserem Weiterbildungsweekend am 25. und 26. September in Davos versuchen wir diese Lücke etwas zu schliessen.

Nach dem didaktischen Konzept des «Flipped Classrooms» erwerben die max. 20 Teilnehmenden das Grundlagenwissen vorab im Selbststudium. Die gemeinsame Zeit in Davos steht somit ganz für Diskussion, praktisches Üben und Fallbeispiele mit den Themenschwerpunkten Nahrungsmittelallergien, Anaphylaxie, respiratorischen Allergien und atopischer Dermatitis zur Verfügung. Am Ende des Weiterbildungskurses sind die

Teilnehmenden in der Lage, typische allergologische Problemstellungen zu erkennen, diagnostische Abklärungen vorzunehmen, therapeutische Schritte einzuleiten sowie allergologische Akutsituationen zu bewältigen und präventive Massnahmen zu formulieren.

Weitere Informationen und Anmeldung unter: www.ck-care.ch/anmeldung-allergo-weiterbildungs-weekend-paediatrie.

Marie-Charlotte Brüggen zur ausserordentlichen Professorin für Allergologie ernannt

Die Universität Zürich hat Prof. Dr. med. PhD Marie-Charlotte Brüggen per 1. April 2026 zur ausserordentlichen Professorin ad personam für Allergologie ernannt. Mit dieser Ernennung würdigt die Universität ihre wissenschaftlichen Leistungen und ihr Engagement in der klinischen Allergieforschung.

Marie-Charlotte Brüggen leitet die Allergiestation an der Dermatologischen Klinik des Universitätsspitals Zürich (USZ). Zudem ist sie Leiterin des Allergologie-Studienzentrums in Davos und Zürich. Bei CK-CARE ist sie Mitglied des Scientific Boards. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der Allergologie sowie in der Immunologie der Haut.

«Die Ernennung von Marie-Charlotte Brüggen zur ausserordentlichen Professorin ist eine verdiente Anerkennung ihrer hervorragenden wissenschaftlichen Arbeit», sagt Prof. Dr. Dr. h.c. Ernst Rietschel, Präsident von CK-CARE. «Ihre Arbeit verbindet Forschung und klinische Praxis auf eine Weise, die direkt den Patientinnen und Patienten zugutekommt.» 

Ihre akademische Laufbahn führte Marie-Charlotte Brüggen von einem Medizinstudium an der Universität Genf über ein Doktorat in Immunologie an der Medizinischen Universität Wien zu klinischen und wissenschaftlichen Stationen in Wien, Davos und Zürich. Ihre Facharztausbildung absolvierte sie in Dermatologie/Venerologie und Allergologie, unter anderem am Universitätsspital Zürich.

CK-CARE gratuliert herzlich zu diesem wichtigen Karriereschritt und freut sich auf die weitere Zusammenarbeit.

Fit für den Allergo-Alltag in der Kinder- und Jugendarztpraxis

Diagnosestellung, Therapie und das Leben mit Allergien sind eine Herausforderung für Ärztinnen, Ärzte, die Kinder und ihre Eltern. Der Blockkurs «Allergie im pädiatrischen Alltag» behandelt alle praxisrelevanten Allergologie-Themen in unterschiedlichen, interaktiven und aufeinander abgestimmten Lernaktivitäten. Erworbene und angewandte Inhalte sollen bei der rechtzeitigen Erkennung, einer gezielten Behandlung und der Prävention helfen.

Die zwei ersten Tage des elften modularen Kurses in der Zusammenarbeit mit Kinderärzte Schweiz (KIS) sind erfolgreich absolviert. Im Fokus standen Allergologische Grundlagen (inkl. Pseudoallergische Reaktionen), Allergiediagnostik, Prävention, Allergische Rhinokonjunktivitis, Asthma bronchiale, Inhalationsmethoden und -techniken und Allergenspezifische Immuntherapie.

Statt reinem Frontalunterricht arbeiten die Teilnehmenden in diesem Fortbildungskurs praxisnah. Sie bereiten sich im Sinne des didaktischen Flipped Classroom-Konzepts online vor und üben dann vor Ort z.B. Hautpricktest und Lungenfunktionsdiagnostik. In Gruppen und im Plenum werden anhand von aktuellen und relevanten Fällen Wissen vertieft und Problemlösungen diskutiert und reflektiert.

Der Blockkurs dauert vom 26. März 2026 bis 23. Oktober 2026.

«Ich habe 25 Jahre auf einen solchen Kurs gewartet»

Zwei Tage, die in Erinnerung bleiben: Am 20. und 21. März 2026 trafen sich am Medizincampus Davos zehn Ärztinnen und Ärzte zu einem Weiterbildungskurs mit ungewöhnlichem Schwerpunkt. Im Fokus stand die patientenzentrierte Kommunikation – ein Thema, das im allergologischen Praxis- und Klinikalltag entscheidend ist und dennoch selten systematisch trainiert wird.

Für Dr. Beate Nawroth, Leitende Ärztin Dermatologie an der Hochgebirgsklinik Davos und Teilnehmerin am Kurs war schnell klar, warum sie dabei sein wollte: «Seit vielen Jahren möchte ich meine Fähigkeiten im Hinblick auf die Patientenkommunikation weiter ausbauen. Dieser Kurs hat mir nun die nötige Plattform dafür gegeben.» Rückblickend sagt sie: «Ich habe 25 Jahre auf einen solchen Kurs gewartet.»

Im Fokus standen herausfordernde Gesprächssituationen – etwa wenn Patient:innen verunsichert sind, Therapien infrage stellen oder Emotionen wie Angst und Frustration in den Vordergrund rücken. Genau hier setzt der Kurs von CK-CARE an: mit konkreten Werkzeugen für strukturierte, verständliche und zugleich empathische Gespräche.

Statt Frontalunterricht arbeiteten die Teilnehmenden praxisnah. Vorab bereiteten sie sich im Sinne des didaktischen Flipped Classroom-Konzepts online vor und übten dann vor Ort in Simulationstrainings und Rollenspielen mit realitätsnahen, allergologischen Szenarien und direktem Feedback. «Insbesondere während der Rollenspiele wurden mir die nötigen Tools an die Hand gegeben, um auch bei anspruchsvollen Patienten die richtige Kommunikationsschiene zu finden», sagt Nawroth.

Auch die Fachexpert:innen waren mit den Ergebnissen des Kurses aus Sicht der Kursleitung und Moderation sehr zufrieden.  «Man kann patientenzentrierte Kommunikation nicht im Schnelldurchlauf lernen», sagt stellvertretend Dr. Claudia Lang, Dermatologin am Universitätsspital Zürich. «Aber der Lernfortschritt der Teilnehmenden nach gezieltem Feedback innerhalb so kurzer Zeit war beeindruckend.» 

Der Kurs zeigt: Gute Kommunikation ist kein «Soft Skill», sondern ein zentrales Element ärztlicher Kompetenz. Und eines, das man lernen kann.

Die nächste Durchführung des Kurses ist für 2027 geplant.

Prof. Dr. Kilian Eyerich ist neues Mitglied unseres Scientific Boards

Per November 2025 begrüssen wir Prof. Dr. Kilian Eyerich als neues Mitglied unseres Scientific Boards.
Prof. Dr. Kilian Eyerich ist Ärztlicher Direktor der Klinik für Dermatologie und Venerologie am Universitätsklinikum Freiburg im Breisgau.
Mit seiner Aufnahme in unser Gremium wird die Universität Freiburg als weiteres Forschungszentrum in das CK-CARE-Konsortium eingebunden.

Der Standort Freiburg stärkt den Forschungsverbund durch seine herausragende Expertise im Bereich der T-Zell Immunologie, mit besonderem Fokus auf Gewebe-Gedächtnis-T-Zellen und deren Rolle bei der Entstehung und Aufrechterhaltung der Neurodermitis. Damit verfolgt das Team das Ziel, künftig T-Zell-gerichtete Therapien noch gezielter anzuwenden und so das immunologische Gedächtnis nachhaltig positiv beeinflussen.

Im Zentrum der Arbeit steht die Rekrutierung von Patientinnen und Patienten sowie die Gewinnung und Integration von Daten und Proben aus der ProRaD-Studie, einer prospektiven Längsschnittstudie zur Erforschung der Remissionsphase atopischer Dermatitis und anderen allergieassoziierten Erkrankungen wie Asthma, Lebensmittelallergien und allergischer Rhinitis.

Wir freuen uns auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit und heissen Kilian Eyerich und sein Team im CK-CARE Konsortium herzlich willkommen.