In unserer in Allergy veröffentlichten Studie haben wir untersucht, wie Immunzellen und ihre Interaktionen in der Haut von Patient:innen mit atopischer Dermatitis räumlich organisiert sind. Durch die Kombination von räumlicher Transkriptomik mit Einzelzell-RNA-Sequenzierungsdaten, bildgebende Massenzytometrie und Multiplex-Immunfluoreszenz konnten wir charakteristische Immunnischen an der Grenze zwischen Dermis und Epidermis identifizieren.
Diese Nischen zeichnen sich durch eine enge räumliche Nachbarschaft von CD4+ T Zellen und reifen migrierenden dendritischen Zellen (mmDCs) aus und weisen Signaturen einer lokalen T Zell-Aktivierung und Typ-2-Zytokin-Signalgebung auf. Gleichzeitig sind sie in eine entzündliche Mikroumgebung aus Fibroblasten und Keratinozyten eingebettet und zeigen transkriptionelle Merkmale, die an tertiäre lymphatische Strukturen erinnern.
Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass solche spezialisierten Immunnischen die lokale Aktivierung von T Zellen in der Haut aufrechterhalten und dadurch zur chronischen Entzündung und zu Rückfällen bei atopischer Dermatitis beitragen könnten. Die Interaktion zwischen mmDCs und T Zellen stellt daher einen interessanten potenziellen Ansatzpunkt für zukünftige Therapiestrategien dar, die auf eine langfristigere Krankheitskontrolle abzielen.
Zum Manuskript: https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/all.70513




