Daten- und Biobank

Daten- und Biobanken sind eine wichtige Grundlage, um komplexe Erkrankungen besser zu verstehen – bei CK-CARE insbesondere die atopische Dermatitis (Neurodermitis).

Die CK-CARE Daten- und Biobank ist die Basis unserer Forschung. Sie verbindet klinische Informationen mit biologischen Proben und ermöglicht ein umfassendes Verständnis der atopischen Dermatitis und allergischer Erkrankungen.

Struktur und Datenerhebung

Die Struktur und Nutzung der CK-CARE Daten- und Biobank unterscheidet sich deutlich von klassischen Ansätzen.

Nachdem Patientinnen und Patienten sorgfältig rekrutiert wurden, erfassen wir neben Blut- und Hautproben umfangreiche klinische und persönliche Daten. Dazu gehören:

  • der bisherige Krankheitsverlauf der atopischen Dermatitis
  • eine detaillierte Beschreibung des Phänotyps mit Schweregrad inkl. Fotodokumentation
  • Informationen zu Allergien bei den Patientinnen und Patienten sowie in deren Familie
  • bisherige und aktuelle Behandlungen sowie deren Wirkung
  • Daten zu Umwelt und Lebensweise, zum Beispiel Wohnort, Lebensgewohnheiten, sportliche Aktivität und Tierkontakt

 

Erstmals werden auch psychosoziale Faktoren systematisch einbezogen.

Verschiedene Studien (ProRaD-Studie/CARE-Kinderstudie) unterstützen die Rekrutierung von Patientinnen und Patienten.

Nutzung und wissenschaftlicher Mehrwert

Pro Patientin und Patient werden bei jedem Besuch mehr als 1000 Datenpunkte erhoben. Der Krankheitsverlauf wird über mindestens fünf Jahre dokumentiert und mit Blut-, Haut- und Mikrobiomproben verknüpft.

Diese Kombination ermöglicht es, die Komplexität der atopischen Dermatitis und ihre Verbindung zu anderen allergischen Erkrankungen besser zu verstehen. Die gewonnenen Erkenntnisse haben einen unschätzbaren wissenschaftlichen Wert und in der Folge auch sozioökonomische Auswirkungen.

Nach dem Aufbau der Biobank steht nun die Auswertung im Mittelpunkt. Dazu gehören die detaillierte Charakterisierung der Patientendaten sowie die molekulare Analyse von über 1500 Blut- und Hautproben.

Erste Ergebnisse zeigen bereits jetzt neue Subgruppen der atopischen Dermatitis. Diese Erkenntnisse ermöglichen zunehmend eine individuell angepasste Behandlung im Sinne einer präziseren Medizin.

Zertifikat der Swiss Biobanking Plattform