Allergiecampus: Grundstein am 4. Mai gelegt

In Anwesenheit des Regierungsrats und Volkswirtschaftsdirektors des Kantons Graubünden, Dr. Jon Domenic Parolini, des Landammanns der Gemeinde Davos, Tarzisius Caviezel, und des Stifterehepaars, Christine und Klaus-Michael Kühne, wurde heute auf dem Areal Davos Wolfgang der Grundstein für ein modernes Forschungs- und Konferenzgebäude gelegt, dem Kern des zukünftigen Allergiecampus Davos. Die auf diese Weise angestrebte translationale Zusammenarbeit soll eine neue Ära in der Bekämpfung der Volkskrankheit „Allergien“ einleiten.

„Mit der heutigen Grundsteinlegung verwirklicht die Kühne-Stiftung ihre Absicht, in Davos Wolfgang ein Zentrum für Forschung, Therapie und Edukation im Allergie- und Asthmabereich zu schaffen“, sagte Prof. Dr. h.c. Klaus-Michael Kühne, gemeinsam mit seiner Frau Christine Kühne Initiatoren und Wegbereiter des Projekts. „Allergien sind eine Volkskrankheit von globaler Tragweite und es gilt, deren gesundheitliche und wirtschaftliche Folgen zu minimieren. Zugleich unterstützen wir mit unserem innovativen Ansatz die zukunftsorientierte Weiterentwicklung von Forschung und Heilmethoden im Höhenluftkurort Davos.“

In Zusammenhang mit der Neuausrichtung der Hochgebirgsklinik Davos Wolfgang, die Klaus-Michael Kühne durch den Erwerb der Immobilien über seine Kühne Real Estate AG ermöglichte, konnte ein optimal geeigneter Standort für den Allergiecampus gesichert werden. 
Es entsteht ein vierstöckiges Gebäude mit rund 3.600 m2 Geschossfläche, das sich an das Haupthaus der HGK anschliesst. In den beiden Obergeschossen werden modernste Labor- und Büroräumlichkeiten eingerichtet, während die Infrastruktur in den beiden unteren Stockwerken auf Tagungen, Schulungen und den Austausch von Forschern, Ärzten und Ausbildern ausgerichtet ist. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund CHF 18 Mio., wovon die öffentliche Hand CHF 4,5 Mio. mitträgt. Der Bauabschluss ist für Sommer 2019 geplant. 
 
Regierungsrat Dr. Jon Domenic Parolini, Vorsteher Departement für Volkswirtschaft und  Soziales Graubünden: „Auf dem Areal der  Hochgebirgsklinik soll ein einzigartiger Campus errichtet werden, der auf der Geschichte und Tradition des Kurorts und des Kantons aufbaut.  Hier werden Ausbildung, Forschung und klinische Anwendung an einem Standort vereint – eine Vernetzung von Kompetenzen höchster Qualität, von denen der Kanton Graubünden wichtige volkswirtschaftliche Impulse erwartet.“ 
 
Landammann Tarzisius Caviezel: „Unser Dank gilt der Kühne-Stiftung, die für Davos Vorbildliches geleistet hat und unverändert leistet. Seit 2009 fördern Christine und Klaus-Michael Kühne über ihre Stiftung das in Davos gegründete Christine Kühne-Center for Allergy Research and Education (CK-CARE), ein Forschungs- und Ausbildungszentrum auf dem Gebiet der Allergiekrankheiten, das besondere Anerkennung verdient. Durch ihr grosses Engagement konnte die Insolvenz der Hochgebirgsklinik Davos Wolfgang abgewendet und deren Neuausrichtung mit interessanten Entwicklungsperspektiven eingeleitet werden. Der Allergiecampus stellt ein Leuchtturmprojekt dar, das den Forschungs- und Gesundheitsplatz Davos massgeblich stärken wird.“ 

 

In Davos soll ein 20-Millionen-Forschungsgebäude entstehen

Auf dem Areal der Hochgebirgsklinik in Davos Wolfgang soll schon bald ein neues Forschungsgebäude gebaut werden. Das Projekt der Kühne Real Estate AG wird dabei voraussichtlich 19,95 Millionen Franken betragen. Wie aus einer Medienmitteilung des Kantons Graubünden vom Donnerstag hervorgeht, wird sich die Bündner Regierung mit höchstens 3,2 Millionen Franken am Projekt beteiligen.

Die Zahlung des Kantonsbeitrags erfolge auf Basis der gesetzlichen Grundlage «systemrelevante Infrastrukturen», heisst es in der Mitteilung weiter. Auch die Gemeinde Davos wird einen Teil der Gesamtkosten tragen, namentlich 650’000 Franken.

Mit dem neuen Forschungsgebäude macht der Medizincampus Davos laut Bündner Regierung einen weiteren Schritt in Richtung eines bedeutenden internationalen Kompetenzzentrums für medizinische Forschung und Ausbildung. Die bestehende Zusammenarbeit zwischen Klinik, Forschung und Ausbildung auf dem Areal der Hochgebirgsklinik Davos Wolfgang werde damit weiter gestärkt und vertieft.

Ausserdem würden die klinischen und wissenschaftlichen Arbeiten am Forschungsplatz Davos dank des Engagements der Kühne-Gruppe langfristig gewährleistet. Mit diesem Vorhaben werde die Attraktivität, die Wettbewerbsfähigkeit und die Innovationsfähigkeit der Region Prättigau/Davos und des gesamten Kantons Graubünden erhöht sowie die Schaffung neuer Arbeitsplätze begünstigt. Durch die neue Infrastruktur sollen innerhalb der nächsten zehn Jahre nämlich mindestens 45 neue, hochqualifizierte Arbeitsplätze auf dem Areal entstehen. (Südostschweiz, ivk)

Erfahrungsbericht Allergie im pädiatrischen Alltag

Eine Teilnehmerin schildert ihre Endrücke vom 9. Blockkurs «Allergie im pädiatrischen Alltag» in 2021 – lesen Sie den ausführlichen Erfahrungsbericht und lernen Sie was auch unter Coronamassnahmen möglich war.

«Allergien haben Saison» – das neue aha!magazin ist da

Allergien haben Saison

Haselpollen, die uns im Januar zum Weinen bringen. Bienen, die uns im Sommer in die Flucht treiben oder Hausstaubmilben, die uns vor allem im Herbst den Schlaf rauben. Ja, Allergien sind über das ganze Jahr mühsam. Im aha!magazin mit dem Titel «Allergien haben Saison» weiht uns Bienenexperte Jean-Daniel Charrière in die Geheimnisse der friedfertigen Insekten ein.  Ernährungsberaterin Nadia Ramseier lädt alle zu Tisch und gibt Tipps, wie man für Gäste mit Nahrungsmittelallergien und Intoleranzen kocht. Und die 22-jährige Lisa Zurbrügg verrät, was sie gegen ihre Neurodermitis tut. Eines sei verraten: Unterkriegen lässt sie sich nie.

Sie können das aha!magazin abonnieren. Jeweils im Frühling erscheint die neue Ausgabe.

Das neue aha!magazin in deutscher und in französischer Sprache.

Quelle: aha! Allergiezentrum Schweiz

Zertifizierung durch die Swiss Biobanking Plattform

Davos BioSciences erreichte nach einigem Effort das offizielle Label der Swiss Biobanking Plattform für deren Infrastruktur. Dies ist ein wichtiger Schritt für Davos Biosciences und CK-CARE.

Das NORMA Label bestätigt: “Compliance with professional standards (e.g. ISO 20387:2018) is essential to perform our daily biobanking activities according to Good Biobanking Practices. After having successfully achieved the Vita label, our Biobank Infrastructure was recently awarded with the next step Norma label which demonstrates compliance with the Swiss Biobanking Platform (SBP) requirements for standardization of biobanking processes. This labialisation approach is part of our long-term strategy to provide high-quality samples to the research community.

Certificate of the Swiss Biobanking Plattform

Mitgliedschaft von CK-CARE als WAO Center of Excellence um weitere Periode bestätigt

Die Erneuerung der Mitgliedschaft von CK-CARE als ein WAO Center of Excellence wurde um eine weitere Periode bis 2026 bestätigt. Durch die Mitgliedgesellschaften bietet die WAO Edukationsprogramme, Symposien und Vorträge in fast 100 Ländern rund um den Globus.
Die in 1952 gegründete Organisation – The World Allergy Organization (WAO) – ist eine internationale Dachorganisation, deren Mitglieder aus 108 regionalen und nationalen Gesellschaften für Allergologie und klinische Immunologie aus der ganzen Welt. 

CK-CARE Jahresbericht 2020

Hauptziel in einem hinsichtlich Kommunikation und Koordination schwierigen Pandemiejahr war es, die wissenschaftliche Leistungsfähigkeit von CK-CARE zu erhalten und zu steigern.

Als ein Highlight der Erfolge von CK-CARE kann hier die Identifikation eines strukturell einfachen und natürlichen Moleküls, der Buttersäure, genannt werden, die als steuerndes Prinzip bei der kindlichen Anbahnung allergischer Erkrankungen wie der Neurodermitis identifiziert wurde. Heutzutage dient die Bestimmung der Menge an Buttersäure im Stuhl von Kleinkindern als Indikator für die Wahrscheinlichkeit, eine allergische Erkrankung zu entwickeln. Die frühzeitige substituierende Gabe von Butyrat gilt als zuverlässige Massnahme, eine solche zu verhindern. Weitere Ergebnisse folgen im Bericht.

Prof. Dr. h.c. Klaus-Michael Kühne